Fass / Fässer
Bei der Weinherstellung pielen Fässer eine große Rolle.
Es wird wieder Herbst. Neben Äpfeln und Birnen werden auch wieder Trauben geerntet. Für das Keltern hat die Reifung im Fass eine sehr große Bedeutung. Für Weinfreunde ist die Fassreifung von Wein ein echter Zugewinn an Qualität. Denn das Holz sorgt für eine verbesserte Qualität des darin gelagerten Weins. Auf das Holzfass greift man schon seit dem 17. Jahrhundert zurück.
Wein aus dem Fass aus Holz
Der Rohstoff Holz war im 17. Jahrhundert der einzige Rohstoff, aus dem man damals Fässer herstellen konnte. Bis heute haben viele Keltereien daran festgehalten, dass sie den Wein ausschließlich im Holzfass lagern. Einst ging es bei dieser Art der Lagerung nicht vorrangig um den Geschmack, sondern am Mangel an Glasflaschen. Doch selbst als die Herstellung von Glasflaschen industrialisiert erfolgte, hielten viele Keltereien am Wein aus dem Fass fest. Beliebt bis heute bzw. bevorzugt sind Fässer aus Eichenholz. Fässer aus diesem Holz sind besonders gut für Rotwein und Weißwein geeignet. Der Eichenduft des Holzes beeinfluss maßgeblich den Geruch und auch den Geschmack des Weins. Weinkenner schmecken den Unterschied zwischen dem Wein aus dem Eichenfass und aus dem Edelstahltank. Denn in einem Edelstahltank kann sich nicht das typische Vanillearoma entwickeln. Es ist aber auch eine Tatsache, dass Fässer nicht ganz luftdicht sind. Doch dieser minimale Sauerstoffkontakt lässt die Weine nach der Reifezeit etwas weicher wirken. Denn bei der Reifung von Wein im Fass werden die adstringierenden Tannine regelrecht „abgeschliffen“.
Portwein aus dem Kastanien-Fass
Da die Zeiten der Weinpanscherei, also der Verfälschung von Wein mit Glykol, vorbei sind, was sich in den 1980er Jahren zu einem Skandal entwickelte, legen viele Verbraucher heute wert darauf, um zu erfahren, woher ihr Wein kommt. Dies gilt auch für Wein aus anderen Regionen der Welt. Beim Portwein aus Portugal werden zum Beispiel Kastanienfässer zum Einsatz gebracht, wenn Sie es noch nicht wussten.